FWG Ahlen e. V. unterstützt Thomas Helm – Ein Bürgermeisterkandidat der Mitte mit klarer Führung und frischen Ideen

Die Freie Wählergemeinschaft Ahlen e. V. (FWG Ahlen) spricht sich für den parteiunabhängigen Ahlener Thomas Helm als Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters bei der Kommunalwahl 2025 aus. Aus Sicht der FWG ist Thomas Helm der richtige Mann zur richtigen Zeit.

Er steht für eine Politik der Mitte, die Kompetenz, Erfahrung und bürgernahe Führung mit dem Willen zur Erneuerung verbindet.

„Ein Bürgermeister soll repräsentieren, verwalten und politische Akzente setzen. In der aktuellen Situation Ahlens aber braucht es vor allem klare Führung, effiziente Organisation und kluge Entscheidungen“, betont Heinrich Artmann, Vorsitzender der FWG Ahlen.

„Jetzt ist die Zeit, dass jemand mit Erfahrung und neuen Ideen die Entwicklung unserer Stadt aktiv gestaltet.“

Thomas Helm ist 55 Jahre alt, gebürtiger Ahlener und hat nach seinem Studium langjährige Führungserfahrung gesammelt. Er steht für moderne Verwaltungsstrukturen, pragmatische Lösungen und eine bürgernahe Kommunikation.

„Wir wollen eine Stadtverwaltung, die den Bürgern dient, und einen Bürgermeister, der Verantwortung übernimmt – ohne parteipolitisches Kalkül. Dafür steht Thomas Helm“, so Artmann.

Mit Helm verbindet sich die Chance, Ahlen mit einem klaren Kurs, sozialer Kompetenz und wirtschaftlicher Vernunft zu führen. Die FWG Ahlen ruft daher alle bürgerlich denkenden Wählerinnen und Wähler auf, diesen Weg aktiv mitzugehen.

Helm wäre „ideale Besetzung“

Mit Harmans Nominierung läuft ein Vorstoß der Partei der Freien Wähler und der Freien Wählergemeinschaft Ahlen (FWG) bei der CDU ins Leere. Sie haben vorgeschlagen, Thomas Helm als gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten der Mitte aufzustellen und werben dafür bei CDU wie FDP um Unterstützung. In einer bereits am Pfingstmontag verbreiteten Presseerklärung bezeichnet der Vorsitzende der Freien Wähler, Rene Mohns, Thomas Helm als „die ideale Besetzung, um die Stadt bestmöglich in schwierigen Zeiten als Erster Bürger zu vertreten und zu leiten“. Der gebürtige Ahlener vereinige „politisches Geschick mit Sachverstand, Führungsqualitäten und Durchsetzungsvermögen“.

Helm, der Wirtschaftswissenschaften und Geschichte studiert hat, war bereits in jungen Jahren für die CDU Mitglied des Rates der Stadt Ahlen, ging dann nach Bonn und Berlin, war in der neuen Bundeshauptstadt unter anderem als Büroleiter des Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU/CSU-Fraktion tätig. Im Anschluss arbeitete er für ein US-amerikanisches Unternehmen, ehe er 2015 die Leitung des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kasachstan übernahm.

Kritik am Führungsstil des CDU-Vorsitzenden

Nach seiner Rückkehr nach Ahlen vor zwei Jahren bekundete er öffentlich sein Interesse, hier wieder in der Kommunalpolitik mitzumischen, auch als möglichen Bürgermeisterkandidaten brachte er sich intern selbst ins Gespräch. Doch beim Vorstand der Ahlener CDU blitzte er mit seinen Ambitionen ab. Auf einer Mitgliederversammlung des Stadtverbands am 13. Januar dieses Jahres im Dolberger Gasthof „Zur Post“ übte Helm dann erstmals coram publico massive Kritik am Führungsstil des Vorsitzenden Peter Lehmann, dem er diktatorische Züge vorwarf. Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte Thomas Helm am Dienstag seine Bereitschaft zur Kandidatur. Er habe die Idee von Freien Wählern und FWG begrüßt, zu versuchen, alle bürgerlichen Kräfte „in ein Boot zu holen“. Nach der Festlegung auf Matthias Harman sei es allerdings nun wohl eher unwahrscheinlich, dass die CDU ihn unterstütze. Wobei festzuhalten bleibe, dass es sich zunächst lediglich um einen Vorschlag des Parteivorstands handele, die offizielle Nominierung noch ausstehe. „Jetzt muss man sehen, wie es weitergeht“, sagt Helm und kündigt an, in den nächsten Tagen weitere Gespräche führen zu wollen.

Rat verabschiedet neue Hundesteuersatzung: Halbes Jahr Schonfrist für Halter

AHLEN. Jetzt ist es amtlich: Die 2021 in Ahlen abgeschaffte Steuerpflicht auch für den ersten Hund in einem Haushalt wird wieder eingeführt. Die CDU scheiterte am Donnerstag im Rat mit dem Versuch, das zu verhindern. Allerdings tritt die neue Hundesteuersatzung nicht mehr in diesem Jahr in Kraft, sondern erst zum 1. Januar 2026. Für einen Hund werden dann jährlich 78 Euro, für zwei Hunde je 108 Euro und für drei Hunde oder mehr je 126 Euro erhoben.

Den Grundsatzbeschluss zur Wiedereinführung der Hundesteuer hatte der Rat am 31. März auf Antrag der Freien Wählergemeinschaft (FWG) mit 23 zu 21 Stimmen gefasst. Zu seiner Umsetzung bedurfte es nun noch einer entsprechenden Satzungsänderung. Reine Formsache? Nicht für die CDU, die die Chance witterte, die Dinge doch noch in ihrem Sinne zu wenden.

In der Aussprache stellte Lehmann fest: „Die Hundesteuer ist und bleibt eine Bagatellsteuer.“ Die Einnahmen seien begrenzt, die vorgebliche Lenkungswirkung im Hinblick auf die Zahl der Hunde in der Stadt Ahlen werde „vollumfänglich“ verfehlt.

Da die neuen Steuersätze mit einer Mehrheit von 20 zu 18 Stimmen nun ein halbes Jahr später wirksam werden als von der Verwaltung vorgeschlagen, muss der Kämmerer die im Haushalt schon eingepreisten Einnahmen in Höhe von 150.000 Euro wieder streichen. Ab 2026 kann er dann aber wieder mit rund 300.000 Euro pro Jahr kalkulieren, was aufgrund der Haushaltslage auch „dringend geboten“ sei, wie es in den Erläuterungen des Fachbereichs Finanzen heißt.

Rubberts Mühle: Letzte Gelegenheit für die Diskussion. Wersewehr abreißen oder erhalten?

AHLEN. Sollte das Herz von Heinrich Artmann so sehr am Wersewehr „Rubberts Mühle“ hängen, dann könnte er doch einen Förderverein gründen, rief Bernd Meiwes (SBA) im Betriebsausschuss dem FWG-Chef herüber. „Dann pachten Sie das Teil für 99 Jahre und kümmern sich um die Unterhaltung.“

Mit dem Abriss des Rathauses soll auch das Wehr verschwinden, durch dessen Rückstau die Klimaanlage mit Kühlwasser versorgt wird. So hatte es immer geheißen, und so sollte es der Betriebsausschuss in dieser Woche in seiner Sitzung beschließen. Doch das, was als Beschlussvorlage auf der Tagesordnung stand, lag dem Ausschuss plötzlich nur noch als Mitteilungsvorlage vor. Das votumfreie Durchreichen gibt jetzt einer Diskussion Raum, die Artmann in einem Antrag eingefordert hatte. Denn: Viele Bürger hätten das noch gar nicht mitbekommen ...

Mit dem Rückbau verfolgt die Stadt Ahlen laut Vorlage das Ziel, die ökologische Durchgängigkeit der Werse wiederherzustellen, den Hochwasserschutz zu verbessern, langfristige Instandhaltungskosten zu vermeiden und das Stadtbild sowie die Aufenthaltsqualität im Bereich der Werse nachhaltig aufzuwerten.

Während der jüngsten Starkregenereignisse sei schnell ersichtlich gewesen, dass das Stauwehr ein Nadelöhr darstelle, heißt es. Immer wieder sei es zu Problemen gekommen. Die seien auf die Flussregulierung durch das Querbauwerk zurückzuführen. Die Renaturierungsmaßnahmen zwischen Beckum und Ahlen nach dem Jahrhunderthochwasser 2001 hätten dem Fluss genügend Retentionsräume gegeben, die sich über die Jahre bewährt hätten. Die Stauanlage verhindere allerdings einen ungehinderten Abfluss. Durch einen Rückbau würde der Hochwasserschutz optimiert, durch eine natürliche Gewässerregulierung das Überschwemmungsrisiko stark reduziert.

Ein anderes Problem sieht die Stadt Ahlen im Bauzustand. Der technische Kern stamme aus dem Jahr 1955. Aufwendige Sanierungsarbeiten seien erforderlich, um das Wehr langfristig betreiben zu können. Notwendig sei unter anderem der Austausch der Stautafeln. Die Werse wäre dann für mehrere Monate ohne Wehr. Die Tafeln müssten via Schwertransporter zu einer Fachfirma transportiert werden. Das lasse Kosten in einem mittleren sechsstelligen Bereich erwarten. Des Weiteren müssten alle Antriebe, Spindeln und Führungsschienen ebenfalls erneuert werden. Sogar ein Neubau sei nicht auszuschließen.

Fördermöglichkeiten sieht die Stadt Ahlen bei einem Rückbau und der Renaturierung der Werse, wie sie auch in Höhe des Stadtparks erfolgt sei, wie AUB-Leiter Dennis Hadrika erklärte. Die Werse könnte sich dort aus einem scheinbar stehenden Gewässer in ein natürliches Fließgewässer zurückverwandeln. Durch natürliche Entwicklung des Gewässers würde es zu einem Anstieg der Artenvielfalt kommen, was einen ökologischen Gewinn für die Werse darstelle, so Hadrika. Durch das Wiederherstellen des natürlichen Fließverhaltens würde das Erwärmen der Werse in den Sommermonaten verhindert. Neben der Wasserqualität profitiere auch das Erscheinungsbild. Das schaffe neue Lebensqualität. 80 Prozent der Maßnahme könnten gefördert, die 20 Prozent Eigenanteil in Ökopunkte umgewandelt werden, so Hadrika.

Heinrich Artmann vermisste die Historie. Das Wehr sei seit über 800 Jahren stadtbildprägend. Die große Wasserfläche sei zudem gut fürs Klima. Im Sommer bliebe sonst nur noch ein Rinnsal, das rieche.

Norbert Schwemmer (SPD) setzte den Hochwasserschutz, wie in der Vorlage beschrieben, hoch. Dieter Bröer (Grüne) fühlte zwei Herzen in seiner Brust schlagen: „Irgendwie gehört das Wehr zum Stadtbild.“ Es gebe tolle kleine Wasserkraftwerke, die man dahinterschalten könnte.

Heinrich Artmann lokalisierte die Hochwassergefahr nicht am Bauwerk, sondern am Hochwasserschutz, der nicht richtig greife. Das Rückhaltebecken an der Alten Beckumer Straße sei bei den letzten Starkregenereignissen nur zu 25 Prozent gefüllt gewesen.

Ausschussvorsitzender Thomas Kozler (SPD) sah die weitere Diskussion im Stadtplanungs- und Bauausschuss mit der finalen Entscheidung im Rat.