Kritik am „Arbeitskreis“ zur Integration (at, vom 27.04.)

Ahlen(at). „Wenn Du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis“: Auf diese Formel bricht die Freie Wählergemeinschaft (FWG) die Bestrebungen der Verwaltung herunter, eine Entwicklungsgruppe zur Weiterentwicklung des kommunalen Integrationskonzeptes zu gründen.

„Das Bürgergespräch in Dolberg hat deutlich gemacht, dass der Standort Ostdolberg für die Integration gerade von alleinreisenden jungen Männern absolut ungeeignet ist“, heißt es in einer Mitteilung der FWG im Nachgang zur Fraktionssitzung am Dienstag. Es müsse schleunigst nach alternativen Standorten gesucht werden. Ob die Unterkunft bei der Bundeswehr oder die Bodelschwinghschule geeignet seien, um dort schnell Asylsuchende aufzunehmen und mit dem mehrstufigen Integrationsprozess der Stadt zu beginnen, könne ein neuer Arbeitskreis nicht festlegen.

Auch die Sanierung von Spielplätzen (das „AT“ berichtete mehrfach) stand auf der Tagesordnung der Fraktion. Im Wesentlichen trage die FWG das Konzept mit. Bürgerbeteiligung und die Einbindung von Kindern dürften aber nicht dazu führen, dass die sechs Spielplätze, die 2018 saniert werden sollen, dieses Jahr nicht mehr fertig würden und bespielbar seien. „Ist es nicht besser, von den Fachabteilungen die Spielplätze ihrer Größe entsprechend modern zu planen und dann auch gemeinsam auszuschreiben und aufbauenzulassen?“, fragt die FWG. Finanzielle Vorteile seien wegen des größeren Auftragsvolumens bei dieser Vorgehensweise zu erwarten. Die Frage, ob eine Förderung für integrative Spielplätze möglich sei und dies bei der Spielplatzplanung berücksichtigt werden könne, sei bislang noch nicht beantwortet worden.

Die FWG lobt die Verwaltung für die Sanierungsvorschläge und Öffnung des Schulhofes der Don-Bosco-Schule als Spielplatz nach Schulschluss (siehe Bericht auf dieser Seite). „Hier wurde eine gute und allseits mitgetragene Lösung für den Ahlener Norden entwickelt“, so die FWG.

Enttäuscht zeigten sich die Fraktionsmitglieder, dass Bürgermeister Dr. Alexander Berger bisher nicht auf die Anfrage mit den Ideen der FWG zum Bau eines neuen Feuerwehrgerätehaus für den Löschzug Dolberg geantwortet habe.

Weitere Informationen zur Freien Wählergemeinschaft Ahlen gibt es im Internet unter https://www.fwg-ahlen.org.

Heilige Kühe gibt es auch in Dolberg nicht!

Der Dienst der freiwilligen Feuerwehrleute, die ihre Freizeit fürs Gemeinwohl und den Schutz der Bürger einsetzen, wird von der FWG Ahlen für ein funktionierendes Dorfleben genauso wichtig erachtet, wie dies auch vom Bürgermeister Dr. Berger in der Presse deutlich gemacht wurde.

Bevor jedoch 2 - 3 Mio. Euro für ein unbestritten notwendiges neues Feuerwehrgerätehaus fließen, muß geprüft werden, ob ein Sandort an der ehemaligen Bundesstraße nicht besser geeignet ist als der jetzige Standort.  Aber auch, ob ein gemeinsamer Standort und eine mögliche Zusammenarbeit mit Hamm Uentrop in Zukunft möglich und sinnvoll ist.

Dazu ist die Erstellung einer Entscheidungsmatrix notwendig, in der Erreichbarkeitsradien des Brandschutzes, Mannschaftsstärken und deren Entwicklungen aber auch die Ausrüstungen, der Einsatzwille und -möglichkeiten bewertet werden.

Die FWG Ahlen hat auf ihre Anfrage an den Bürgermeister bislang keine Antwort erhalten. Leider hat sich Dr. Berger nicht an dem historischem Ackerbürgerhaus, das einem Neubau an der Twieluchtstraße weichen müsste, abbilden lassen.

Dessen möglicher Abriss muss in der erwarteten Entscheidungsmatrix auch Berücksichtigung finden. Wir sollten mit fundierten Fakten ergebnisoffen ohne Vorfestlegungen diskutieren und entscheiden. Denn heilige Kühe gibt es auch in Dolberg nicht.

Heinrich Artmann

Fraktionsvorsitzender der FWG Ahlen e. V.

Bürgerliche Parteien halten sich bei Gegendemonstration zurück AfD nicht in Opferrolle drängen

 (D. Hartleb AZ, vom 7.4.2018) Auch FWG-Vorsitzender Artmann zeigt sich wenig erbaut von der geplanten Ge­gendemonstration. Die AfD spiele in der Ahlener Kommunalpolitik keine große Rolle. „Durch die Proteste erhält die AfD soviel Aufmerksamkeit, wie sie sie in Ahlen sonst gar nicht erhalten würde“, befürchtet Artmann. Ansonsten sei sie aber eine legale Partei, die einen Anspruch darauf habe, politische Veranstaltungen durchzuführen. Im Übrigen sei die Linke als SED-Nachfolgepartei nicht glaubwürdig genug, um den Protest anzuführen.

Fraktionssitzung der Freien Wähler

Verkaufserlöse in Spielplätze investieren

Ahlen - Zum Auftakt der jüngsten Fraktionssitzung thematisierte Heinrich Artmann, Chef der Freien Wählergemeinschaft (FWG), den Grünen-Vorstoß zur Rathausfrage. Für seine Forderung, den geplanten Ratsbürgerentscheid abzulehnen, erhielt er Beifall.

Einstimmig beschloss die FWG-Fraktion außerdem, für die von der Verwaltung vorgeschlagenen Kriterien zur Vergabe von städtischen Grundstücken, zu votieren. Weil einige bisherige Spielplätze verkauft werden, sollen deren Erlöse für eine Grundsanierung der verbleibenden Spielflächen in Ahlen verwendet werden, so dass alle Kinder schnell wieder auf gepflegten, zeitgemäßen Geräten spielen können.

Mit Unmut wurden die Vorstellungen des Bürgermeisters aufgenommen, die Ortsausschüsse auch im kommenden Jahr gleichzeitig tagen zu lassen. Die in diesem Jahr zeitgleich angesetzten Sitzungen hatten dadurch Probleme. „Auch die Presse kritisiert die personelle Doppelbelastung an einem Abend zuzüglich der ohnehin vorhandenen Termine“, wusste Artmann. „Der Bürgermeister sollte für effektiverer und bürgernahe Beratungen sorgen.“ Immer wieder gleiche Vorlagen in häufig unnötigen Sitzungen müssten aufhören. „Das entlastet auch die Verwaltung.“

Die FWG-Vertreter zeigten ebenso Verständnis für die Unzufriedenheit von Anwohnern des Westfalendammes, die eine Lösung für ihre Parkprobleme fordern. „Entscheidung im Sinne der Bürger und nicht ein pharisäisches Festhalten an Vorschriften, deren Nichtbeachtung ohne Probleme jahrzehntelang funktionierte, ist nötig“, so Artmann. „Auch ein ständiges Verschieben von Problemen von Ausschuss zu Ausschuss und wieder zurück muss aufhören.“ Rats- und Ausschusssitzungen seien für die Bürger häufig unverständlich, langweilig und werden daher in Ahlen kaum besucht. „Bürger und Ratsherren sollten hier vom Bürgermeister und seiner Verwaltung umfassend informiert werden. Das Radwegekonzept hätte sich da angeboten.“

Die FWG vermisst zudem die vor einem Jahr angekündigten (Spar-)Vorschläge der Verwaltung, die auch die Verkleinerung des nächsten Rates miteinbezieht.

Der ehrenamtliche Denkmalschutzbeauftragte der Stadt, Bernd Schulze Beerhorst, hat bei der Begehung des Westfriedhofes dargestellt, wie alte Grabstellen auch für Urnen genutzt werden könnten. Die FWG sieht auch darin eine Zukunft für gepflegte Friedhöfe und wird jetzt noch einmal für je eine zusätzliche Stele auf den Friedhöfen stimmen, fordert aber neue Konzepte, die mit gerechten Friedhofsgebühren auch leichter umsetzbar seien. „Platz ist auf den Friedhöfen reichlich vorhanden“, weiß der Fraktionsvorsitzende.

Technisch notwendige Investition für die Kläranlage, die hohe Energieeinsparungen und deutliche Verbesserungen beim Klärschlamm bewirken, sollten mit den noch bis 2020 zu bekommenden Fördergeldern beschlossen werden, lautet eine weitere Forderung. Die Kläranlage wird als Eigenbetrieb betrieben, damit technische und betriebswirtschaftliche Gründe entscheiden.

Verringerung der Ausschüsse und Verkleinerung des Rates gefordert

Artmann wartet auf Einsparungsvorschläge der Verwaltung

Verringerung der Ausschüsse und Verkleinerung des Rates gefordert / Bei der SPD wenig Gegenliebe

-hat- Ahlen - FWG-Chef Heinrich Artmann wartet auf bestimmte Einsparungsvorschläge der Verwaltung. Die betreffen eine mögliche Verringerung der Ausschüsse des Rates und eine Verkleinerung der Vertretung der Bürgerschaft. Den Antrag habe er bereits im vergangenen Jahr im Rahmen der beschlossenen Haushaltskonsolidierung eingebracht, sagte Artmann in der jüngsten Sitzung des Finanz- und Personalausschusses. Um diesen Vorschlag bei der nächsten Kommunalwahl umzusetzen, müssten gewisse Fristen eingehalten werden. Deshalb forderte Artmann die Verwaltung auf, einen entsprechende Vorlage zu erarbeiten. Warum er den Antrag nicht selbst stelle, hielt ihm der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf Kiows­ky engegen. Weil ihm der Bürgermeister Anderes zugesagt habe, gab Artmann zurück. Die SPD-Fraktion ließ durch ihre Vorsitzende Gabi Duhme bereits erkennen, dass sie wenig Sympathien für den Vorstoß hat.