Vergabe von städtischen Grundstücken

Nun sind Absagen an junge Dolberger Bauinteressenten für die Grundstücke im Dolberger Neubaugebiet „Hases Wiese“ gegangen. Sie wollten in ihrem Heimatort, in dem sie aufgewachsen sind und indem sie sich engagieren, gerne ihr Eigenheim errichten. Die Zusagen sind zum Teil an auswärtige Interessierte aus Hamm bis Datteln gegangen, weil nur die Kinderanzahl ein bevorzugendes Vergabekriterium war.

Die FWG Ahlen wollte und beantragte, dass bei der Vergabe von städtischen Grundstücken nicht nur die Kinderzahl, sondern auch weitere, lokale, persönliche und soziale Kriterien wie auch ehrenamtliches Engagement im Dorf berücksichtigt werden sollten.

Auswärtige sollten von einer Kaufmöglichkeit nicht ausgeschlossen werden, sondern Dolberger mit Engagement für die Dorfgemeinschaft bevorzugt werden. Die FWG Ahlen wünscht denen, die eine Absage erhielten, Glück im sicherlich kommenden Nachrückverfahren und der CDU, die bis auf Andreas Quante im Ortsausschuss den Antrag durchweg ablehnte, Einsicht und Unterstützung für Änderungen bei zukünftigen Vergabeverfahren.

Zum Rathaus hat der Rat folgendes beschlossen:

„Der Rat beauftragt die Verwaltung mit der Durchführung aller erforderlichen Arbeitsschritte bis zur Planung der Leistungsphase 3 sowie für das erforderliche Wettbewerbs- und Ausschreibungsverfahren und stellt die notwendigen Finanzmittel (ca. 3 Mio. Euro) unter Berücksichtigung eventueller Fördermittel hierfür zur Verfügung.“ Die zeichnerische Darstellung des Gesamtentwurfs und die tatsächliche Kostenberechnung sind das Ziel und werden damit erarbeitet.

Auch wir von der FWG  haben lange geglaubt, mit einem entkernten Rohbau wohl ein drittel der Baukosten einsparen zu können. Aber was nützt das, wenn nicht benötigte ungünstige Flächen, die ca 1/3 des Gebäudes ausmachen, unnütz saniert werden und dauerhaft unterhalten werden müssen. Die meisten, die ein altes Einfamilienhaus kernsanieren, sagen nachher, „wir hätten es besser abreißen sollen“.

Renommierte Planungsbüros, unsere Fachleute in der Verwaltung, fast alle Mitarbeiter und 84 % der Ratsmitglieder haben sich für die Planung eines Neubaus ausgesprochen bzw. dafür gestimmt.

Diese Planungen sind Grundlage für Förderanträge. Erst nach deren Zusagen kann letztendlich der Beschluss für neues Rathaus mit oder ohne  eines Bürgerforums und auch für einen Abriss erfolgen.

Ich kann nicht verstehen, warum man sich so vehement gegen diese beschlossenen Planungen stellt und die anderen als „Deppen“ hinstellt.

Frank Heidemann zum Bericht „Gut die Hälfte ist geschafft“

Rathaus

Zum Bericht „Gut die Hälfte ist geschafft“ („AZ“ vom 3. Oktober):

Eigentlich wollte ich mich an der Diskussion um das Rathaus nicht mehr beteiligen, aber die Äußerungen der Rathausfreunde über die aus ihrer Sicht mögliche Manipulation der Unterlagen durch die Verwaltung haben mich meine Meinung ändern lassen. Damit sind sie doch deutlich übers Ziel hinausgeschossen. Ich kann nur hoffen, dass sie diese Behauptung explizit belegen können. Denn wenn sich diese als unwahr herausstellen sollte, beschädigen sie sich ihren, bei mir persönlich eh schon lädierten, Ruf. Zumal auch sie eine eigene Art haben, mit Fakten umzugehen. Wie sie den Erläuterungsbericht der CoBau, den sie auf ihrer Webseite nur in Auszügen veröffentlichen, für ihre Meinung nutzen, finde ich interessant. Sie betonen, dass eine Sanierung gut 25 Prozent günstiger ist und berufen sich dabei auf den entsprechenden Absatz auf Seite 3 Dass der Absatz am Anfang der Seite 4eine 25-prozentige Einsparung eines Neubaus zur Sanierung ausweist, darauf weisen sie nicht hin. Ebenso wenig wie auf die dort aufgeführten weiteren Kosten, die im Sanierungsfall entstehen könnten. Sie gehen auf den Grundtenor des Berichts trotz ihrer in rot verfassten Kommentare ihrerseits nicht ein.

Mal abgesehen davon, dass das zu Grunde liegende Gutachten der iSFM GmbH schon acht Jahre alt ist, befasst es sich im Kern mit dem Vergleich einer Teilsanierung zu einem anders als jetzt konzipierten Neubau. So soll die Stadthalle autark gestellt werden und das Technische Rathaus soll erhalten bleiben. Die Sanierung des Rathauses selbst sollte in erster Linie nur die Bereiche Dach, Fassade und Haustechnik umfassen. Dass die Kosten so einer Teilsanierung geringer ausfallen als die einer alle Gewerke umfassenden Kernsanierung, verwundert wohl niemanden. Somit hinkt der Vergleich der Zahlen von damals mit den Zahlen von heute, oder anders gesagt, sie vergleichen dort Äpfel mit Birnen.

Ebenso interessant finde ich die von ihnen auf ihrer Website aufgestellte Behauptung, dass ein Betrieb der Stadthalle während des Baus des Bürgerforums entgegen der Aussagen der Leitung des Hauses nicht möglich ist. Als Beleg führen sie die Konzeptzeichnung an, die auf der Veranstaltung der Stadthallenleitung gezeigt wurde. Auf dieser ist zu erkennen, dass der dort eingezeichnete Baukörper des zukünftigen Bürgerforums in den Bereich der jetzigen Stadthalle ragt. Was sie allerdings nicht erwähnen, ist, dass wir uns immer noch in der Leistungsphase 2 der Planung befinden und in dieser gibt es noch keine exakten Pläne, die die Maße des Gebäudes oder dessen Flächenbedarf angeben. Von daher weiß zum jetzigen Zeitpunkt niemand, wie der zukünftige Baukörper des Bürgerforums aussehen wird.

Das sind nur zwei Beispiele dafür, dass man Fakten so oder so interpretieren kann, was ja noch legitim ist. Allerdings sollte man sich davor hüten, andere dafür zu verunglimpfen, wenn man es selbst nicht anders macht. Oder anders gesagt: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Frank Heidelmann

Bismarckstraße 39a

Offene Fraktionssitzung der FWG Ahlen e. V. am Mittwoch, 09. Oktober 2019 ab 19 Uhr im Sitzungssaal II des Rathauses

Die FWG Ahlen e. V. lädt alle Freunde und Mitglieder zu einer offenen Fraktionssitzung ein.  Die aktuelle Schulentwicklungsplanung und das weiterführende Schulangebot der Stadt Ahlen sollen beraten werden. 

Nach der Umwandlung der Realschule in eine Sekundarschule sieht die Stadt Ahlen die Erfordernis, die Sekundarschule vor Ort zu reorganisieren. Forderungen nach einer Neuerrichtung einer zweiten Gesamtschule in Ahlen mit einer Auflösung der Städtische Sekundarschule und eventuell des Städtischen Gymnasiums und dann mögliche Auswirkungen auf alle weiterführenden Schulen und Schulformen sollen betrachtet werden.

Dazu werden an der Sitzung am 09. Oktober 2019 ab 19 Uhr im Sitzungssaal II, Frau Brigga Kazmierczak, Leiterin der städt. Schulverwaltung, und Herr Christoph Wessels, Leiter des Fachbereichs Schule, Kultur, Weiterbildung und Sport, teilnehmen.

Was ist das hier für ein Kindergarten?

Ahlen/Dolberg (at). Auf die Berichterstattung über die Sitzung des Sozialausschusses in Dolberg („AT“ vom 19. September) reagiert Heinrich Artmann, Freie Wählergemeinschaft (FWG) Ahlen: 

„Bereits am 6. September habe ich mit meinem Antrag für die FWG gefordert, die Beratung des Themas ‚Unterbringung von Geflüchteten im Rahmen der Weiterentwicklung des kommunalen Konzeptes der Stadt Ahlen zur Integration von Geflüchteten‘ abzusetzen und das Thema in die nächste Beratungsfolge erneut einzubringen. 

Die Vertreter der Bürgerschaft in Dolberg müssten die Möglichkeit bekommen, über die Belange im Ort abzustimmen und entsprechende Empfehlung zu geben. Die CDU hat am 12. September ausdrücklich ihre Zustimmung hierzu erklärt und neue Stellungnahmen der Verwaltung eingefordert. Somit konnte im Ausschuss niemand überrascht sein oder sich gar überrumpelt fühlen. 

Dass Fachbereichsleiterin Ursula Woltering diesen Punkt gerne in einem wohlwollenden Besichtigungsmodus – mit dem Ergebnis ‚So schlimm ist es hier ja nicht‘, ohne sich dem Ortsausschuss erneut zu stellen – erreicht hätte, haben CDU und FWG nicht toleriert. 

Die beiden anwesenden Anwohnerinnen kritisierten mit Recht, dass ihre Fragen zu Missständen nicht beantwortet werden konnten, obwohl alle Zuständigen anwesend waren. Die nach der Geschäftsordnung unzulässigen ewigen Verfahrensdiskussionen haben dann auch mich dazu bewogen, zu denken: Was ist das hier für ein Kindergarten?“