Fehlende Toiletten im Freibad

Sehr geehrte Frau Buschkamp,

sehr geehrter Herr Tröger,

sehr geehrter Herr Dr. Berger,


das Freibad bleibt in den nächsten Jahren den Bürgern der Stadt Ahlen erhalten. U.a. wurde die Sanierung der Duschen im Außenbereich zum Saisonstart angekündigt. Dies ist auch richtig und wichtig.

Schon bei der Freibadbegehung der Freien Wähler vor zwei Jahren haben wir darauf hingewiesen und gefordert, dass die Umkleiden und Duschräume des alten Hallenbades, die für den Freibadbetrieb absolut benötigt werden, mit Toiletten ausrüstet werden müssen.

Ob die noch vorhandenen Toiletten angebunden werden können, möge die Betriebsleitung entscheiden. Es ist nicht länger hinnehmbar, das dort Toiletten fehlen. Sind diese Zustände für einen Badbetrieb überhaupt erlaubt?

Die Temperatur der Duschen dort läßt sich dort nicht einstellen. Es kam vor, das das Wasser so heiß war, dass duschen nicht möglich war.

Im Januar 2019 haben wir erneut auf diese nicht länger hinnehmbaren Zustände hingewiesen. Werden die Toiletten bis zur Saisoneröffnung bereitgestellt? Wenn dies nicht vorgesehen sein sollte, ist dies ein Antrag für die dies entscheidenden Gremien.

Mit freundlichen Grüßen

Heinrich Artmann

Fraktionsvorsitzender der FWG Ahlen e. V.

Windenergie könnte für Insektensterben mitverantwortlich sein

Welt am Sonntag vom 17.03.2019
MODELLANALYSE
Jeden Tag werden Milliarden von Fluginsekten durch die Rotorblätter von Winrädern getötet – das jedenfalls zeigt eine Modellrechnung. Insektenforscher sind nicht ganz überzeugt, sehen aber einen Zusammenhang.

Windkraftanlagen könnten für einen Teil des Insektensterbens verantwortlich sein. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beziffert in einer Modellanalyse, die WELT AM SONNTAG vorliegt, die Zahl der durch Windräder in Deutschland getöteten Fluginsekten während der warmen Jahreszeit auf 5,3 Milliarden pro Tag. Pro Jahr entstünden beim Durchflug der Rotoren Verluste von mindestens 1200 Tonnen.

"Es handelt sich um eine Größenordnung, die durchaus relevant für die Stabilität der gesamten Population sein könnte", heißt es in einem Beitrag des Studienautors Franz Trieb, Experte für Energiesystemanalyse am DLR-Institut für Technische Thermodynamik. Allerdings seien weitere Untersuchungen notwendig, da es über den Konflikt zwischen Insektenmigration und Windenergie bislang nur wenige empirische Studien gebe.

Lebensraumverlust für Experten "schlüssiger"

Insektenforscher äußerten sich in einer ersten Reaktion uneinheitlich zu den DLR-Berechnungen. Der Entomologe Lars Krogmann vom Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart zeigte sich skeptisch: "Gerade die durch Rote Listen erfassten, und dramatisch zurückgegangenen Gruppen, wie Laufkäfer, Heuschrecken, Libellen, Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen kommen meist in derartigen Höhen kaum vor", erklärte Krogmann: Die Folgen von Lebensraumverlust, Monokulturen und Überdüngung seien demgegenüber "deutlich schlüssiger und relativ eindeutig belegt."

"Es gibt zur Wechselwirkung zwischen Windkraft und Insektenmigration bislang nur wenige Untersuchungen", sagt Matthias Geiger vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK) in Bonn, das zum Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere gehört: "Das, was es gibt, hat das DLR allerdings zutreffend zusammengefasst."

Thomas Schmitt, Direktor am "Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut (SDEI) teilte auf Nachfrage mit, er habe das DLR-Papier bislang nur "im Schnelldurchgang" durchsehen können: "Hierbei kam mir die Analyse sauber vor." Weitere Untersuchungen seien wünschenswert. So könnten genetische Methoden eingesetzt werden, um die betroffenen Arten bestimmen zu können. Denn, so Schmitt, "die Rotorblätter sind ja doch ganz schön voll."

Anfrage der FWG Fraktion zu möglichen Auswirkungen einer Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen in Ahlen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Fraktion der FWG Ahlen e. V. nimmt die Diskussionenum die Abschaffung von Beiträgen für den Straßenausbau der verschiedenen Parteien wahr. Die FWG Ahlen fordert mit dieser Anfrage die Verwaltung auf, die Auswirkungen, die sich bei einer möglichen Abschaffung von Beiträgen für den Straßenausbau in Ahlen ergeben können, aufzuzeigen.

Wir möchten eine Darstellung der jetzigen rechtlichen Situation. Um welche Beträge geht es und wann werden sie fällig? Wo wurden Straßenausbaubeiträge in den letzten Jahren erhoben und in welcher Höhe? Sollten die Beiträge in Zukunft nicht mehr erhoben werden, wie geht man dann mit den Bürgern um, die diese Beträge schon oder teilweise gezahlt haben?

Problematisch ist ja auch wohl, dass Straßen in der Vergangenheit nicht zeitnah ausgebaut wurden und Anliegerbeiträge nicht oder in unterschiedlicher Höhe erhoben wurden.

Wie will die Verwaltung jetzt bei dem Ausbau von Straßen vorgehen?

Wie können fehlende Straßenausbaubeiträge kompensiert werden bzw. können die notwendigen Maßnahmen dann noch ausgeführt werden?

Gibt es eine Auflistung über die nicht abgerechneten Straßen in Ahlen?

Welche Straßenausbaubeiträge wurden erhoben, obwohl die Straßen noch gar nicht ausgebaut wurden?

Die FWG Ahlen möchte die Diskussion in Ahlen versachlichen, indem die Auswirkung in unserer Stadt aufgeführt werden.

Berücksichtigung von großen Schaukeln auf städtischen Spielplätzen

Die FWG Ahlen hat eine Berücksichtigung von großen Schaukeln auf städtischen Spielplätzen gefordert. Auf dem Spielplatz „Am Tiefenbach“ soll eine Schaukel wie die, die vor einem Jahr abgebaut wurde, an gleicher Stelle schnell wieder aufgebaut werden. Schaukeln schult die Motorik und wer aktiv schaukelt, absolviert ein Koordinationstraining. Kinder, die nicht schaukeln, haben durchaus ein Defizit, wenn sie nicht alternativ zur Leichtathletik oder zum Turnen gehen.

Kosten mit Kleinkindern zu diskutieren und das eigene Verfahren nicht in Frage zu stellen, mag zwar Stil von Frau Woltering sein, wird von uns aber genau so wenig akzeptiert, wie die Umgehung des Ortsauschusses.

Persönliche Gespräche mit Kindern, Eltern und Kindergartengruppen auf dem Spielplatz ergaben, dass die Schaukel sehr vermisst wird. Eigene Interessen, die Frau Jaunich mir öffentlich unterstellt, habe ich nicht. Meine 23 jährige Tochter ist letztes Jahr nach Hamm gezogen. Warum macht die SPD-Hoffnungsträgerin so etwas? Wie weit ist die SPD mittlerweile vom Bürger entfernt? Die FWG ist da anders und nimmt die Anregungen der Bürger auf und bringt sie in die Gremien.

Es freut mich, wenn Frau Beckamp das jetzige Klettergerüst für U-3-Kinder toll findet. Spielplätze sind aber für Kinder bis 14 Jahren da und sollen für alle Altersgruppen Spielmöglichkeiten bieten. Auch in Dolberg hat nicht jeder eine Schaukel im eigenen Garten.

Ausbau des Glasfasernetzes: Geht Vorhelm leer aus?

Freie Wählergemeinschaft macht sich Gedanken

Ausbau des Glasfasernetzes: Geht Vorhelm leer aus?

-Christian Wolff- Vorhelm - Während im Ortsteil Dolberg mit dem Ausbau des Glasfasernetzes durch Stadtwerke und „Helinet“ ein neues Digitalzeitalter beginnt, ist Vorhelm erst bei einer Vorstufe, dem sogenannten Vectoring, angekommen. Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) macht sich dazu Gedanken und äußert in einem aktuellen Antrag die Sorge, dass das Hellbachdorf sogar leer ausgehen könnte. „In Vorhelm wird ein Glasfaserausbau in näherer Zeit wohl nicht überall stattfinden“, zeigt sich Vorsitzender Heinrich Artmann gegenüber der „AZ“ überzeugt.

Der Kreis und seine Kommunen wollen – wie berichtet – rund 15 000 Haushalte, 50 Schulen und 20 Gewerbegebiete „gigabitfähig“ erschließen. „Aber es sollen nur Außenbereiche und Gewerbegebiete, die lediglich über eine Versorgung von unter 30 Mbits verfügen und für die kein Telekommunikationsanbieter einen Eigenausbau angekündigt hat, per Breitband versorgt werden“, heißt es in dem Antrag. Das bedeutet: Überall, wo schon das Vectoring der Telekom vorhanden ist und wo gleichzeitig noch beispielsweise „Unitymedia“ seine Leitungen verlegt hat, sei es für die Stadtwerke oder andere Anbieter fast aussichtslos, 40 Prozent der Nutzer für neu zu verlegende Glasfasernetze zu bekommen. „Dies ist das Problem für Vorhelm, aber auch für das Stadtgebiet von Ahlen“, sagt Artmann.

Er wisse von einem Vorhelmer, der sich in Sachen Glasfaser bereits beim Ahlener Versorger informiert hat. Der Bereich der Vorwahl 0 25 28 sei demnach außen vor. „Anders ist es im Gewerbegebiet am Bosenberg. Dort ist alles, was hinter der Bahn liegt und damit die Ahlener Vorwahl nutzt, schon angebunden“, so der FWG-Chef.

Seine Fraktion mache sich zwar für einen flächendeckenden Glasfaserausbau in ganz Ahlen stark, doch dieser könnte an den Hürden im kreisweiten Ausschreibungsverfahren scheitern. Diese machten es örtlichen Anbietern unmöglich, lokal in die Glasfaserversorgung einzusteigen. „Warum dürfen sich unsere Stadtwerke hier nicht einem fairen Wettbewerb stellen?“, fragt Artmann. „Örtliche Anbieter müssen, um zukunftsfähig zu sein, auch neue Geschäftsfelder erschließen.“ Seiner Meinung nach werden bei den Kreis-Ausschreibungen Kosten-Nutzen-Rechnungen sowie Interessentenzahlen zu wenig berücksichtigt.

In der nächsten Sitzung des Ortsausschusses Vorhelm, der am Dienstag, 26. Februar, um 17 Uhr öffentlich im Hotel-Restaurant Witte tagt, soll es auf FWG-Bestreben einen Sachstandsbericht zum Thema Glasfaserausbau geben. Ralf Hübscher, Breitbandkoordinator des Kreises Warendorf, ist dann zu Gast. „Ich hoffe, dass dann auch die Befürchtungen zur Sprache kommen, die wir in unserem Antrag formuliert haben“, sagt Heinrich Artmann.

»In Vorhelm wird ein Glasfaserausbau in näherer Zeit wohl nicht überall stattfinden.«

Heinrich Artmann (FWG)