Zur öffentlichen Frage von Prof. Christoph Parade an das Ratsmitglied Heinrich Artmann:

Dass Prof. Christoph Parade öffentlich folgende Frage stellt, verwundert uns weil er auch ohne Streitverkündung Ahlen ein dichtes Rathaus geschuldet hat. Die FWG Ahlen hat sich aber auch gefragt: „Warum ist die Stadt Ahlen nicht rechtlich zur Behebung der Mängel des Rathauses tätig gewesen?“

Dazu muss man wissen, dass das Rathaus von 1975 bis 1977 entstand und 1982 die Stadthalle fertig wurde. Der verantwortliche Bauträger meldete kurz nach Fertigstellung Konkurs an.

Kaum eine Frage ist so schwierig zu beantworten wie die, wann Mängelansprüche bei einem Bauwerk und einem Werk, das in der Erbringung von Planungs- und Überwachungsleistungen besteht, verjähren. Verdeckte Mängel, für die eine Haftung bis 30 Jahre bestehen könnten, sind die Undichtigkeiten ja ganz offensichtlich wohl nicht.

CDU und SPD haben in den entscheidenden Phasen des Baues und der Abnahmen politische und verwaltungsrechtliche Verantwortung getragen.

Die FWG Ahlen e. V. hat sich erst 2009, 32 Jahre nach Fertigstellung des Rathauses, gegründet. Wir arbeiten für die Zukunft Ahlens und suchen nicht nach Schuldigen der Vergangenheit. Fehler von CDU und SPD gab und gibt es sicher. Die berechtigten Fragen sollten diese alten Parteien aber auch heute noch beantworten.

Heinrich Artmann

Ratsmitglied der FWG Ahlen e. V.

Zu: Sanierung zum Festpreis empfohlen

 

Zitat von Anicius Manlius Severinus Boethius: „Hättest Du geschwiegen, wärest du ein Philosoph geblieben.“ Glaubt Herr Henke wirklich, dass wir im Rat alle doof sind?

Zum Rathaus: Das Rathaus verfügt über eine Nutzfläche von ca. 12.500 m², die Stadthalle von ca. 3.100 m². Beide Gebäude zeitgemäß und technisch gut zu sanieren, sollte mit 2000 Euro / qm machbar sein. Deshalb und weil nicht unbedingt alles rausgerissen werden muss (z. B. der Ratssaal), hat die FWG einer Sanierung zugestimmt. Aber statt maximal 30 Mio. stehen jetzt ca. 65 Mio. Euro im Raum. Das ist für die FWG Ahlen viel zu viel.

Ein 80 jähriger Architekt, der Ahlen ein undichtes Gebäude übergeben hat (es war immer undicht und nicht nur weil es nicht gewartet wurde) und eine bürokratische Denkmalschutzbehörde (Kosten interessieren diese Behörde wirklich nicht) stehen einer wirtschaftlichen Sanierung entgegen. Ebenso die Vergabekriterien. Es gibt Gesetze, die es Kommunen schwer machen, Gebäude zu sanieren. Das Vergaberecht verbietet es, z. B.  Fassaden und Gebäudetechnik  vorab bei renommierten Firmen technisch anzufragen.  Außerdem ist es zum Schutz der mittelständischen Wirtschaft Kommunen verboten, mit Generalunternehmern zu bauen. Damit ist ein von Henke geforderten Festpreis für eine Sanierung nicht möglich.

Aber es gibt eine Lösung: Ahlener Industrielle kaufen das Rathaus z. B. für 1 Euro, sanieren es und schließen einen 20 jährigen Mietvertrag mit der Stadt ab. Renditen von 2-3 % sollten möglich sein. Bei denkmalgeschützten Objekten können nur Private zusätzlich zur normalen Gebäudeabschreibung anerkannte Sanierungskosten über einen Zeitraum von acht Jahren mit je neun Prozent und weitere vier Jahre mit sieben Prozent von der Steuer abgesetzten.

Der Ahlener Industrie- und Wirtschaftsclub mit seinen Möglichkeiten sollte hierüber nachdenken.

Ausgaben von 65 Mio. Euro trägt die FWG Ahlen für das Rathaus nicht mit. Ein reines Rathaus sollte für 25 Mio. zu erhalten sein und alternativ gerne von Ahlener Unternehmern gebaut und erhalten werden, damit Ahlen Kostensteigerungen wie beim Baubetriebshof erspart bleiben.

Jürgen Henke schreibt: Wir sollten in unserer Stadt Ahlen fair miteinander umgingen und auch fair diskutieren. Dem schließe ich mich an.

Heinrich Artmann
Vorsitzender der FWG Ahlen e. V.

Haushaltsrede 2017

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

die FWG Ahlen wird dem Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2018 nicht zustimmen und wünscht sich vom Bürgermeister mehr Entscheidungskraft und Führungsstärke in der Verwaltung.

Herr Bürgermeister, es ist Ihre Aufgabe eine bezahlbare und effektive Verwaltungsstruktur zu schaffen. Der Rat hat beschlossen, die Personalkosten zu senken. In dem vorliegenden Stellenplan ist nicht zu erkennen, dass Sie diesen Ratsbeschluss umsetzen wollen. Wir sind deshalb mit dem vorliegenden Stellenplan nicht einverstanden und stimmen ihm nicht zu. Wie bereits mehrfach ausgeführt sind wir davon überzeugt, dass Personaleinsparungen nur zu erreichen sind, wenn die Aufgaben aller Mitarbeiter bewertet werden und auch die Einschätzungen "kann entfallen" oder "diese Aufgabe kann auch mit der halben Stundenzahl erledigt werden" vergeben werden. Herr Bürgermeister, sie haben uns diese Aufgabenuntersuchung zugesagt, aber uns bisher keinerlei Ergebnisse geliefert.

Es stellt sich die Frage: Warum haben Ihre Sparideen bis heute nicht die Gremien erreicht?

Auch auf eine externe Effizienzuntersuchung der Kreisverwaltung muss Ahlen als größte Stadt, die den Kreis am wenigsten gebraucht, drängen. Es darf nicht weiter hingenommen werden, dass die Verwaltung des Kreises WAF zu den teuersten im Münsterland gehört. Es wird viel zu Vieles doppelt verwaltet und das auf Kosten der Bürger.

Bei der Einbringung des Haushaltes sprachen Sie von Steuersenkungen. Die sind im Grundsatz nicht da. Weder der Gewerbesteuerhebesatz noch die Grundsteuern werden wirklich gesenkt. Ahlens Steuerhebesätze sind zu hoch.

Die Grundsteuer wird von jedem Bürger und von jeder Firma gezahlt. Deshalb ist eine Senkung dieser Steuer eine Maßnahme, von der alle profitieren würden.

Ahlen hat ein vergleichsweise hohes Gewerbesteueraufkommen. Den Gewerbetreibenden gebührt unser Dank dafür. Als Zeichen der Anerkennung sollte versucht werden,  mit den fiktiven Steuerhebesätzen des Landes NRW auszukommen.

Von Sparen haben wir weder von der Verwaltung noch von CDU und SPD etwas gehört. Ahlen schwimmt scheinbar im Geld, leistet sich die höchsten Grundstückssubventionierungen im Kreis  und belastet mit den höchsten Sätzen seine Bürger und Firmen. Nur da, wo die FWG den Bürgermeister im Kreis stellt, in Oelde und Beelen, ist Sparen ernsthafte Verwaltungsmaxime.

Entscheidender Punkt des Versagens unserer Zustimmung zum Haushaltsplanentwurf sind die eingestellten Planungskosten für die Rathaussanierung. Die Präsentationen unserer Bauverwaltung hierzu lassen nur einen Schluss zu: Eine Sanierung ist nicht zu beherrschen und nicht zu bezahlen. Ein Architekt, der Ahlen ein undichtes Gebäude übergeben hat und eine bürokratische Denkmalschutzbehörde stehen einer wirtschaftlichen Sanierung entgegen. Ebenso die Vergabekriterien. Warum gibt es Gesetze, die es Kommunen so schwer machen, Gebäude zu sanieren,  Fassaden und Gebäudetechnik bei renommierten Firmen vorab anzufragen und mit Generalunternehmern zu bauen?

Mit jeder weiteren Untersuchung zur Sanierung des Rathauses wird Geld verbrannt. Und mit jedem ausgegebenen Euro wird ein Stopp einer Sanierung immer unwahrscheinlicher. Hier wird sich eine Salamitaktik einschleichen. Deswegen wollen wir die Planungen stoppen und kein Geld mehr hierfür bereitstellen.

CDU und SPD wollen keine wirkliche Entscheidung in der Rathausfrage. Die Kostenfrage in dem irrsinnigen Antrag  dieser Parteien kann schnell beantwortet werden. 45 bis 50 Mio. Dann müssen nur noch 15 Mio Förderung eingerechnet werden und die Ratshaussnierung ist vom Planansatz wieder bezahlbar. So wird es laufen. Und wenn es dann 80 Mio werden, sind diese Parteien sicher schuldlos und bei 100 Mio. Euro erst recht.

Die FWG fordert einen technisch hochwertigen und modernen Rathausneubau, in dem die Mitarbeiter sich wohl fühlen und effektiv arbeiten können. Ratssitzungen können in städtischen Aulen abgehalten werden. Eine private Realisierung mit einem z. B.. 20-jährigen Mietvertrag sollte priorisiert werden, damit uns Kostenexplosionen wie beim Baubetriebshof erspart bleiben.

Beckum hat mit der privaten Veranstaltungshalle am Tutenbrocksee eine gute Lösung auch für Veranstaltungen wie in unserer Stadthalle gefunden. Warum soll dies nicht auch in Ahlen funktionieren, um so den städtischen Haushalt auf Dauer deutlich zu entlasten.

Wir brauchen jetzt die Entscheidung für ein neues Rathaus, damit Ahlen von den historisch günstigen Zinsen profitieren kann.

Der gemeinsame Antrag der SPD und der CDU für mehr Bürgerbeteiligung durch Projektförderung baut bürokratische Hürden auf. Die je 15.000 Euro für Dolberg und Vorhelm, die von den Ortsausschüssen verantwortet wurden, haben bereits viel Positives bewirkt.

Für Ahlen stehen 2 Verfügungsfonds für Kommunikation zwischen den Kulturen und Generationen mit je 50.000 Euro bereit. Jetzt sollen noch 60.000 Euro zusätzlich eingebracht werden. In Vorhelm und Dolberg wurde Nachhaltiges bewirkt. Hat dies schon mal jemand von SPD oder CDU bei den Verfügungsfonds in Ahlen kontrolliert?

Zum Schluss möchte ich aber insbesondere den Mitarbeitern im Baudezernat für ihre Arbeit danken. Die geleistete Arbeit muss hoch anerkannt werden.

Heinrich Artmann

Fraktionsvorsitzender der FWG Ahlen e. V.

Einladung zur FWG-Weihnachtsfeier

Liebe Mitglieder der FWG Ahlen,

hiermit lade ich im Namen des Vorstandes alle Mitglieder der FWG Ahlen e.V. zur Weihnachtsfeier am Dienstag, den 28. November 2017, ins Landgasthaus Schulze Roetering in Ahlen, Prozessionsweg 115, ein. Wir beginnen um 19.00 Uhr mit einer geführten Brennereibesichtigung. Anschließend werden wir uns bei Speis und Trank weihnachtlich einstimmen.

Da wir in diesem Jahr keinen Wahlkampf bestritten haben und die nächsten Kommunalwahlen erst 2020 stattfinden werden, haben wir beschlossen in diesem Jahr auf die Erhebung der Mitgliedsbeiträge zu verzichten. Unsere Kasse verträgt es.

Ich bitte alle Mitglieder um zahlreiches Erscheinen. Gewonnene Neumitglieder und Freunde der FWG Ahlen e. V. sind selbstverständlich gern gesehen.

Viele Grüße

 Heinrich Artmann

 

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