Erst rechnen, dann zählen

Bis zu 50.000 Euro auszugeben, um festzustellen, ob beim Busverkehr gespart werden kann, ist der falsche Weg. Zunächst muss die Verwaltung klären, welche Leistungen nach den bestehenden Verträgen überhaupt gekürzt werden dürfen und welche konkreten Einsparungen damit möglich wären.

Der Kreis beauftragt die Buslinien und rechnet die von Ahlen gewünschten Leistungen anschließend mit der Verkehrsgesellschaft beziehungsweise der Stadt ab. Deshalb müssen zunächst die Kosten jeder abbestellbaren Leistung auf den Tisch. Auch Verkehrsunternehmen und Busfahrer können wichtige Hinweise zur tatsächlichen Auslastung geben. Erst danach ist zu entscheiden, ob und wo eine zusätzliche Fahrgastzählung notwendig ist.

Der Bürgermeister muss endlich klar sagen, wie viel sich Ahlen für den Nahverkehr leisten will und wo konkret gespart werden soll. Angesichts der katastrophalen Haushaltslage muss gelten: Erst rechnen, dann zählen – und nicht erst Geld ausgeben, um vielleicht irgendwann sparen zu können.