Ö34 VO/2366/2026 Mitteilungsvorlage öffentlich
Beratungsleistung für das Bürgerforum
Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren,
die FWG Ahlen hat dieses Projekt von Anfang an kritisch gesehen. Wir halten das Bürgerforum in seiner Dimensionierung weiterhin für überzogen und haben deshalb einen tragfähigen Businessplan gefordert. Leider wurden wir mit dieser Forderung allein gelassen. Bis heute liegt ein solcher Businessplan nicht vor.
Nun sollen für weitere zwei Jahre zusätzliche Beratungsleistungen im Umfang von rund 155.000 bis über 200.000 Euro eingekauft werden.
Wir fragen uns: Wofür haben wir Projektsteuerer, Architekten und Fachplaner? Selbstverständlich werden für Bereiche wie eine gewerbliche Küche, die Bühnen- oder Veranstaltungstechnik spezialisierte Fachplaner benötigt. Das stellt niemand infrage. Aber diese Fachplaner entwickeln nicht die Anforderungen an das Bürgerforum, sondern setzen sie fachlich um. Die Geschäftsführung der Stadthalle muss doch selbst am besten wissen, welche Anforderungen sie an den späteren Betrieb hat. Diese werden anschließend mit den Fachplanern abgestimmt, geplant und ausgeschrieben. Warum braucht es dafür jetzt noch einen zusätzlichen Berater? Das erschließt sich uns nicht.
Noch kritischer sehen wir, dass bis heute offenbar nicht abschließend geklärt ist, in welcher Organisationsform die Stadthalle künftig betrieben werden soll. Dabei kann es bei einem Projekt dieser Größenordnung um mehrere Millionen Euro an Vorsteuer gehen.
Für mich ist unverständlich, dass diese grundlegenden Fragen nicht vor Baubeginn verbindlich geklärt und mit dem Finanzamt abgestimmt wurden. Ebenso unverständlich ist, dass der Aufsichtsrat diese Punkte offenbar nicht mit dem erforderlichen Nachdruck eingefordert hat.
Herr Bürgermeister, wer entscheidet denn über die Beauftragung für die vorgestellten Beratungsleistungen?)

